Der Gemeinderat Bovenden hat zur Herbeiführung einer Energiewende einstimmige Beschlüsse mit der Zielsetzung einer Stromautarkie bis 2030 gefasst.Neben der Energiegewinnung aus Biomasse sollen auch andere Möglichkeiten der Energiegewinnung wie z.B. Wasserkraft genutzt werden.
Antrag:
Deshalb beantragen wir, die Verwaltung zu beauftragen, in Abstimmung mit dem Landkreis und der TU Braunschweig zu prüfen, bzw. prüfen zu lassen welche Möglichkeiten bestehen sich an die Studie des Landkreises anzuhängen, bzw. diese Studie auf die Bovender Gegebenheiten zu erweitern,
- welche Kosten dafür anfallen,
- welche technischen Alternativen der Stromerzeugung aus Wasserkraft an unseren Kläranlagen (auch Anlage Reyershausen) und Bachläufen bestehen,
- wie sich die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Wasserkraft für evtl. in Betracht kommende Anlagen darstellt,
- welche Beratungskosten anfallen,
- welche Fördermittel, besonders als Pilotgemeinde zur Verfügung stehen?
Begründung:
Im Gemeindegebiet Bovenden standen am Rauschenwasser 7 Wasserkraftanlagen bzw. mit Wasserkraft betriebene Mühlen. Diese wurden in den Jahren 1960 bis 1970 demontiert und zurückgebaut.
Ziel des Antrages ist prüfen zu lassen, ob es z. Zt. schon wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist, die Wasserkraft im Gemeindegebiet für die Stromerzeugung zu nutzen, um dem Ziel der Energieautarkie gemäß Gemeinderatsbeschluss näher zu kommen.
Der Landkreis Göttingen strebt eine Pilotfunktion auf dem zuvor genannten Gebiet an. Diese Situation sollten wir nutzen, um als Pilotgemeinde rechtzeitig Fördermittel abgreifen zu können.
Was Jühnde auf dem Gebiet der Bio-Energie ist, sollte Bovenden anstreben, auf dem Gebiet der Stromerzeugung mit Wasserkraft zu werden.
Die Verwaltung wird gebeten, das Ergebnis der Prüfung im Bau- und Umweltausschuss vorzutragen. Handlungsalternativen sind dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen.


